Peter Neururer will mit der SG Wattenscheid 09 zurück in den Profifußball

SG Wattenscheid 09 In der zurückliegenden Winterpause hat sich bei der SG Wattenscheid 09 vieles verändert. Zunächst wurde die drohende Insolvenz abgewendet, danach wurde die Führungsriege neu strukturiert. Mit dabei ist nun auch Peter Neururer, der einst mit dem Lokalrivalen VfL Bochum seine erfolgreichste Zeit hatte. Nun soll der 64-Jährige an der Lohrheide mithelfen, den Weg in die oberen Ligen zu ebnen. „Das Potenzial ist riesig. Das reicht auf jeden Fall bis in den bezahlten Fußball, mindestens in die zweite Liga“, ist Neururer von einer positiven Zukunft des Vereins überzeugt.

Dies ist jedoch alles andere als einfach, denn in der Regionalliga West tummeln sich neben der SGW unter anderem auch der SC Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen, Alemannia Aachen oder der Wuppertaler SV. Alles große Namen mit Bundes- und teilweise auch Europapokalvergangenheit. „Der Fußball lebt von den Traditionsklubs. Es ist wichtig, dass sie wieder hochkommen“, so Neururer weiter. Doch der Weg nach oben ist steinig und so wird sich in diesem Jahr wohl keiner der genannten Klubs durchsetzen. RWO hat als einziger noch eine Minimalchance, am Ende wird es aber wohl der FC Viktoria Köln werden, der den Gang in die dritte Liga antreten darf.

Vor 25 Jahren noch erstklassig

Bis 1994 spielte Wattenscheid 09 noch in der ersten Bundesliga, dann ging es steil bergab. Zu viele Fehler wurden gemacht und sich nicht rechtzeitig auf die veränderten Bedingungen eingestellt. Entsprechend blieb der Erfolg aus und das Loch in der Kasse wurde immer größer. „Was hier im Verein vorher veranstaltet wurde, war teils katastrophal“, lässt Neururer daher hierzu verlauten.

Entsprechend will der ehemalige Fußballtrainer und jetzige Sport1-Experte die Probleme angehen. Zunächst will er „Kompetenz und Qualität in den Verein holen“, was auf der Trainerbank mit Farat Toku bereits Früchte trägt. Neururer zeigt sich zumindest höchst zufrieden mit der Arbeit des 39-jährigen Jungcoach und unterstützt diesen auf ganzer Linie.

Die Quoten stehen gar nicht so schlecht

Das Ziel lautet ganz klar zweite Liga. Und das ist heute eine absolute Institution im deutschen Fußball, gerade da nun seit einigen Jahren auch die dritte Liga noch als eine Profiliga angesehen wird. Wie genau Peter Neururer dies erreichen will ist noch unklar. Wetten auf die ersten Transfers von größerem Kaliber können noch abgegeben werden. Auch hierfür gibt es durchaus interessante Wettquoten bei den gängigen Anbietern von Sportwetten. Wer noch schnell eine Wette platzieren möchte, egal ob auf einzelne Spiele oder die ganze Saison, der ist gut beraten moderne und blitzschnelle Möglichkeiten zum rapiden Transfer zu nutzen. Die Internet-Zahlungsmethoden erlauben etwa sekundenschnelle Ein- und Auszahlungen bei Wettanbietern. Dann macht es auch wirklich Laune, wenn man wirklich noch spontan kurz vor Anpfiff wetten möchte.

Zulassung für Regionalliga-Saison 2019/20 ohne Auflagen

In einem anderen Teilbereich konnten ebenfalls schon Erfolge eingefahren werden. So können die Planungen zur Spielzeit 2019/20 voll anlaufen, da der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) den Wattenscheidern die Zulassung zur neuen Saison bereits erteilt hat. Und das ganze ohne Auflagen, wie die Verantwortlichen betonen. Nun müssen die 09er in den verbleibenden zwei Saisonspielen nur noch den Abstieg verhindern. Dazu geht es am morgigen Samstag (11. Mai) zunächst zum SC Verl.

Mit einem Sieg könnte der Klassenerhalt bereits perfekt gemacht werden und das unabhängig davon, ob der SC Fortuna Köln und/oder die Sportfreunde Lotte aus der dritten Liga herunter kommen und sich dadurch die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga West erhöht. Und die SG 09 kann auch selbstbewusst in die Sportclub Arena nach Verl reisen. Durch die Serie von zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen – davon drei Siege – hat sich die Mannschaft Luft im Abstiegsrennen verschafft. Und es waren starke Auftritte, wie zuletzt beim klaren 3:0-Heimerfolg gegen den SV Lippstadt 08. Doch Trainer Toku warnt davor, dass kommenden Spiel zu leicht zu nehmen, denn Verl ist ein „unangenehmer Gegner, dessen Spieler mit allen Wassern gewaschen sind“.

Kommunale Gelder für die Basis- und Jugendarbeit

Mit der drohenden Insolvenz im Rücken ist allen Verantwortlichen beim SG Wattenscheid völlig klar, dass der Umschwung auf einem fundierten finanziellen Fundament stehen muss. Große Sprünge sind erst mal nicht angedacht – auch was die Finanzen angeht ist ein schrittweiser Neuanfang nötig.

In solchen Situationen ist es ratsam sich auf die Basis eines jeden Vereins zu besinnen: Die Jugendarbeit. Neururer ist ein großer Verfechter und Förderer dieses Konzepts. Einige Projekte sind bereits angedacht, während deren Finanzierung teilweise aus kommunalen Geldern stammen sollen. Die Fleischtöpfe bei den Kommunen, Bund und Ländern sind prall gefüllt, denn ein Rekordüberschuss an Steuereinnahmen ist anzunehmen. Dass die Städte gerne mit Traditionsvereinen wie dem SG Wattenscheid 09 bei der Umsetzung eben dieser kommunalen Projekte zusammenarbeiten überrascht letztlich niemanden.

Auch der neue Trainer Farat Toku ist bekannt dafür den jungen Wilde eine Chance zu geben. Man darf gespannt sein welche konkreten Konzepte und Projekte auf dem Planungstisch landen werden.

Vorläufiger Verzicht auf einige Leistungsträger

Verzichten muss der Coach auf die verletzten Julijan Popovi?, Herve Unzola und Chang Kim. Zudem hatte Kapitän Nico Buckmaier in der Partie gegen den SV Lippstadt seine fünfte gelbe Karte gesehen und muss nun aussetzen. Los geht es am morgigen Tag um 14 Uhr. Bei einem Sieg würde nicht nur der Klassenerhalt feststehen, sondern die SGW würde auch am SC Verl vorbeiziehen, was für einen Startplatz im DFB-Pokal der kommenden Spielzeit 2019/20 noch von Bedeutung sein könnte.

Eine Woche später (18. Mai) steht dann das Abschlussheimspiel gegen den SV Straelen an. Der Ball wird an diesem Tag ab 14 Uhr durch das Lohrheidestadion rollen.

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